Indian Scout – Geronimo
Bei mir haben viele Dinge einen Namen.
Mein WLAN heißt Frodo Beutlin.
Mein Laptop heißt EasyRider.
Da wäre es schon ziemlich inkonsequent gewesen, ausgerechnet meinem Motorrad keinen Namen zu geben.
Also:
Darf ich vorstellen? Geronimo.
Geronimo ist meine Indian Scout, Modelljahr 2025, und seit dem 1. April 2026 offiziell auf der Straße.
Ja, ausgerechnet am 1. April.
Nein, das ist kein Aprilscherz. 😉
Warum eine Indian Scout?
Der Weg zu Geronimo führte bei mir auch über eine andere große amerikanische Motorradmarke.
Vor der Scout hatte ich eine neue Harley-Davidson.
Ein tolles Motorrad – aber ich musste mir irgendwann eingestehen, dass sie für mich einfach nicht das richtige Motorrad war.
Sie war mir zu schwer und dadurch für mich nicht so zu handhaben, wie ich mir das gewünscht hatte.
Also habe ich die Harley wieder in Zahlung gegeben.
Und dann kam Indian.
Heute kann ich ziemlich eindeutig sagen:
Indian ist mein Favorit.
Nicht, weil Harley-Davidson schlechte Motorräder baut. Sondern weil ich inzwischen weiß, was für mich besser funktioniert.
Und genau da kommt die Scout ins Spiel.
Niedrig muss nicht klein bedeuten
Ich bin ein Sitzriese.
Das klingt zunächst vielleicht nach einer eher ungünstigen Voraussetzung für ein Motorrad mit niedriger Sitzposition.
Bei mir ist aber genau das Gegenteil der Fall.
Die niedrige Sitzposition der Scout passt hervorragend zu mir. Ich fühle mich auf dem Motorrad sicher, komme gut zurecht und kann Geronimo für meine Verhältnisse sehr gut handhaben.
Gerade nach meinen Erfahrungen mit einem deutlich schwereren Motorrad war das für mich ein entscheidender Punkt.
Denn am Ende hilft mir das beeindruckendste Motorrad nichts, wenn ich mich darauf nicht wohlfühle.
Geronimo passt.
Und das ist für mich wichtiger als jedes Datenblatt.
Aus einer Scout wird meine Scout
Natürlich hätte ich Geronimo einfach so lassen können, wie er vom Händler kam.
Hätte ich.
Theoretisch. 😉
Ein paar Veränderungen waren mir aber wichtig.
Geronimo bekam eine Fairing, die den Windschutz verbessert und gleichzeitig die Optik verändert.
Dazu kamen zurückverlegte Fußrasten. Gerade für meine Sitzposition sind sie ein wichtiger Bestandteil des Umbaus und helfen dabei, Geronimo besser an mich anzupassen.
Ein Motorschutzbügel gehört ebenfalls dazu.
Und weil Motorradfahren gelegentlich doch etwas mehr Gepäck verlangt als Schlüssel, Geldbeutel und gute Laune, kamen außerdem Satteltaschen hinzu.
Damit wurde aus einer Indian Scout Schritt für Schritt meine Indian Scout.
Warum Geronimo?
Bleibt natürlich noch eine Frage:
Warum heißt sie eigentlich Geronimo?
Bei mir bekommen Dinge, die mich länger begleiten, eben gerne einen Namen.
Frodo Beutlin kümmert sich um mein WLAN.
EasyRider ist mein Laptop.
Und eine Indian Scout einfach nur „Motorrad“ zu nennen?
Das wäre nun wirklich etwas lieblos. 😉
Geronimo passt für mich zur Indian, zum Motorrad und irgendwie auch zu mir.
Also war die Sache entschieden.
Angekommen
Modelljahr 2025.
Erstzulassung 1. April 2026.
Fairing, zurückverlegte Fußrasten, Motorschutzbügel und Satteltaschen.
Das sind die nüchternen Fakten.
Aber Geronimo ist für mich inzwischen mehr als die Summe dieser Daten und Zubehörteile.
Die Erfahrung mit meiner Harley hat mir etwas Wichtiges gezeigt:
Ein Motorrad muss nicht nur gefallen. Es muss zu seinem Fahrer passen.
Ich habe ausprobiert, Erfahrungen gesammelt und auch eine Entscheidung korrigiert. Heute weiß ich ziemlich genau, womit ich mich wohlfühle.
Und heute ist Indian mein Favorit.
Geronimos Geschichte hat gerade erst angefangen. Es werden Kilometer dazukommen, Touren, Erlebnisse und vermutlich auch noch die eine oder andere Veränderung.
Denn diesen einen Satz kennt wahrscheinlich jeder Motorradfahrer:
„Jetzt ist sie aber wirklich fertig.“
Mal sehen, wie lange der diesmal hält. 😉
In der Zulassungsbescheinigung steht Indian Scout.
Bei mir heißt sie Geronimo. 🏍️

